Die Lösung: Die Stahlbeton-Schulter nach Raubacher

Ingenieur Heinz Raubacher
Gute Ideen für Straßenbrücken: Der Vaihinger Ingenieur Heinz Raubacher.
Die Schulterkonstruktion
Die Schulterkonstruktion übernimmt die Aufgabe, die Belastungen weiträumig aufzunehmen, zu verteilen und entstandene Setzungen im Untergrund zu überbrücken.

Das Prinzip „Stahlbeton-Verbundplatte“ verteilt die Kräfte

Der Vaihinger Ingenieur Heinz Raubacher wurde im Jahre 1998 bei einem Aquaplaning-Unfall von einer Straßenbrücke katapultiert. Ursache war eine Wasserlache in einem typischen Schadensbild an einem Brückenübergang. Raubacher untersuchte daraufhin viele schadhafte Brückenübergänge und stellte fest, dass durch die Verkehrsbelastung im Untergrund Verdrückungen, Setzungen und somit Risse entstehen.

Durch einen neuen Fahrbahnauftrag werden diese tiefen Schäden nicht beseitigt. Raubacher erkannte: Eine kräfteaufnehmende Stahlbeton-Schulter würde die Fläche sicher überdecken und die Kräfte weiträumig verteilen. Er und die DiZWO GmbH haben seine Idee weiter verfeinert und patentieren lassen.

Das Wirkprinzip: Die Raubacher-Schulter verteilt die Belastungen aus dem rollenden Verkehr vom Übergangsbereich auf die gesamte Schulterkonstruktion und reduziert dadurch die Beanspruchung, die auf die kritischen Stellen wirken, auf einen Bruchteil. Die Sanierung bleibt dauerhaft wirksam – die Risse treten nicht mehr auf.

Die Schulterkonstruktion übernimmt die Aufgabe, die Belastungen weiträumig aufzunehmen, zu verteilen und entstandene Setzungen im Untergrund zu überbrücken. Während im klassischen Brückenbau die Straße und der Untergrund mit Druckspannungen zwischen 900 und 200 kN/m² belastet werden, kann die Raubacher-Schulter diese Belastung auf bis zu 13 kN/m² – also einen Bruchteil der ursprünglichen Pressung - reduzieren.